Europa Aktuell: EHPA stärkt die Wirtschaftlichkeit von Großwärmepumpen und die Betriebssicherheit von Wärmepumpen in Europa

Die EHPA fordert eine Strompreispolitik, bei der die Stromkosten für Großwärmepumpen nicht mehr als doppelt so hoch sind wie Gaspreise. Durch intensive Verhandlungen mit der Europäischen Kommission konnten Abschaltanforderungen im neuen Netzkodex entschärft werden.  
 
Großwärmepumpen erreichen inzwischen Vorlauftemperaturen bis zu 200 Grad Celsius. Laut EHPA sind diese häufig im Betrieb günstiger als fossile Alternativen, selbst wenn Strom doppelt so teuer ist wie Gas. Laut EHPA zahlt die Industrie in einigen europäischen Ländern, jedoch ein Vielfaches für Strom. Damit Wärmepumpen wirtschaftlich attraktiv bleiben, sollten deswegen die Stromkosten nicht mehr als doppelt so hoch sein wie die Gaspreise. Die EHPA fordert EU-weit angepasste Steuern und Abgaben, um Elektrifizierung zu stärken und die europäische Industrie wettbewerbsfähiger zu machen.

Titel: Industrial electricity to gas price ratio for first half 2024. Graphik von EHPA, Daten von Eurostat

Zu dem EHPA News-Artikel auf Englisch: Electricity versus gas prices: what’s the picture for industry? – European Heat Pump Association 



Einigung zum Netzkodex für Wärmepumpen 
Nach intensiven Verhandlungen haben sich EHPA, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden auf neue Anforderungen geeinigt. Ursprünglich drohte laut EHPA eine technisch schwer umsetzbare Abschaltung von Wärmepumpen kurz vor einem möglichen Blackout. Aufgrund von EHPA-Einwänden wurden diese Vorschläge stark entschärft und liegen nun der Europäischen Kommission zur Prüfung vor.  Die EHPA setzt sich weiter für eine sechsjährige Umsetzungsfrist ein und leitet die Arbeitsgruppe zur Zertifizierung der neuen Vorgaben. 

Zu dem EHPA News-Artikel auf Englisch: White smoke on grid connection code for heat pumps – European Heat Pump Association