Wärmewende im Mehrfamilienhaus: Erdwärme-Wärmepumpen für 60 Wohnungen in Mühlhausen

Referenzobjekt der Woche

Mitten in Thüringen zeigt die Wohnungsgenossenschaft Mühlhausen, wie sich die Wärmewende auch im Bestand sozialverträglich und praxisnah umsetzen lässt. in 2025 hat das Wohnungsunternehmen zusammen mit Buderus zwei Mehrfamilienhäuser aus dem Baujahr 1963 mit insgesamt 60 Wohneinheiten auf den neuesten Stand der Heiztechnik gebracht.

Die Herausforderung ist typisch für viele Mehrfamilienhäuser in Deutschland. Es ist ein Altbau mit vielen Nutzern und gleichzeitig besteht der Wunsch nach einer klimafreundlichen, zuverlässigen und bezahlbaren Versorgung. Deswegen hatte man sich letztes Jahr laut Buderus für ein Wärmepumpen-Hybridsysteme entschieden. Der Hauptaugenmerk lag dabei auf Effizienz, Versorgungssicherheit und Modernisierbarkeit.


Wärmepumpe und PV

Heute liefern zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen Logatherm WPS 28.2 HT ( 28 kW), die Erdwärme als Wärmequelle nutzen, Wärme und warmes Wasser für die 60 Wohnungen. Für die Erschließung der Geothermie hat ein Spezialunternehmen im Garten der Mehrfamilienhäuser zwölf Bohrungen mit einer Tiefe von bis zu 120 Metern erstellt.

Ergänzt wird das System durch einen Gas-Brennwertkessel Logano plus KB372 für Spitzenlast/Redundanz sowie durch Frischwasserstationen Logalux FS54/3 für Warmwasserbereitung.

Ein weiterer Baustein des Energiekonzepts sind Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Diese erzeugen regenerativen Strom und machen so den Wärmepumpenbetrieb wirtschaftlicher und klimafreundlicher.

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Projektumsetzung

Buderus übernahm die komplette Begleitung von der Planung bis zur Umsetzung. Dazu gehörten ein durchdachter Planungsvorschlag, eine präzise Hydraulik inklusive Verdrahtungsplan sowie die Entwicklung der vollständigen Schaltschranklogik samt Messkonzept. Auch die PV-Anlagen wurden passend geplant, geliefert und montiert. Installiert wurde die Anlage durch die Wärme- und Klimatechnik Mühlhausen GmbH.


ein starkes Signal für die Wärmewende im Bestand

Das Referenzobjekt zeigt, worauf es bei der Transformation im Mehrfamilienhaus ankommt. Es wurde auf Erdwärme gesetzt, welche als zuverlässige, effiziente und langfristig stabile Wärmequelle gilt. Wichtig ist auch das Systemdenken anstatt nur Einzelkomponenten zu ersetzen. Zusätzlich war die Umsetzung im laufenden Wohnbetrieb. Für viele Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen ist es wichtig das es nicht die Vermietung stört.

Mühlhausen liefert damit ein gutes Beispiel und zeigt, wie die Wärmewende im Bestand im großen Maßstab gelingen kann.



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