Referenzobjekt der Woche
In Freiburg wird Prozessabwärme aus der Schwarzwaldmilch-Molkerei zur Wärmequelle für das angrenzende Fernwärmenetz. Die Anlage macht Wärme nutzbar, die im Betrieb der Molkerei ohnehin anfällt.
Die Wärme fließt in den Wärmeverbund Freiburg-Süd und versorgt private, gewerbliche und kommunale Liegenschaften über den Stadtteil hinaus. Versorger und Betreiber der Anlagen ist die Badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Badenova AG & Co. KG. Insgesamt bindet das System rund 170.000 Quadratmeter beheizte Fläche ein.

Wärme aus Kälteprozessen und Abwasser
Die Großwärmepumpen nutzen Abwärme aus Kälteprozessen und Abwasser, die an unterschiedlichen Prozesspunkten der Molkerei anfällt. Die Anlagen heben diese Wärme auf ein Temperaturniveau, welches für die Einspeisung in das Fernwärmenetz geeignet ist.
Die Anlage erreicht eine Heizleistung von 4.830 kW und eine Kühlleistung von 3.319 kW. Die Jahresarbeitszahl liegt zwischen 4 und 4,5.

Einbindung in den Wärmeverbund Freiburg-Süd
Der Wärmeverbund Freiburg-Süd verteilt die gewonnene Wärme an private, gewerbliche und kommunale Liegenschaften. Dadurch versorgt das System Gebäude über den direkten Standort der Molkerei hinaus.
Mit der Auskopplung industrieller Abwärme spart der Wärmeverbund Freiburg-Süd rund 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Projektumsetzung
Badenova Wärmeplus setzt das Projekt gemeinsam mit der Schwarzwaldmilch-Molkerei um. Hersteller der eingesetzten Technik sind Combitherm GmbH und Haas GmbH Anlagenbau. Die Walter-Lutema GmbH installierte die Anlage, die Planung erfolgte durch EDNP GmbH.

Für den Wärmeverbund Freiburg-Süd entsteht damit eine zusätzliche Quelle, die lokale Industrie und städtische Wärmeversorgung enger miteinander verbindet. Das Projekt wurde im Rahmen des ,,Wärmenetzsysteme 4.0 (WNS 4.0)‘‘ Förderprogramms des BAFA gefördert.
Hier geht es zu unserem Referenzobjekt: Schwarzwaldmilch liefert Wärme fürs Fernwärmenetz | BWP | waermepumpe.de
Quelle: Wärmeverbund Freiburg-Süd

