Am Standort Erolzheim versorgen zwei parallel geschaltete Grundwasserwärmepumpen die Verpackungsproduktion von SÜDPACK mit Wärme. Das Projekt zeigt, wie Wärmepumpentechnik auch in industriell genutzten Gebäuden funktioniert.
Grundwasser als Wärme- und Kältequelle
Zwei Wasser-Wasser-Wärmepumpen des Typs Quantum G070 von ENGIE liefern zusammen 1.200 kW Heizleistung. Als Wärmequelle setzt der Standort auf lokal verfügbares Grundwasser. Die Jahresarbeitszahl beträgt 5.
Auch die Kälteerzeugung gehört zum Konzept, denn die Anlage nutzt dafür direkt die Grundwasserbrunnen. Dadurch versorgt das System mehrere Bereiche am Standort mit Kälte. Dazu gehören Raumkühlung, Umluftkühlgeräte, Industrieflächenkühlung sowie verschiedene Schalt- und Steueranlagen. Die gesamte Kühlleistung beträgt 1.000 kW.
Wärmeverteilung für Produktion, Büros und Technik
Mehrere Systeme bringen die erzeugte Wärme in die Räume. Dazu gehören Industrieflächenheizungen, Betonkernaktivierung, Rippenrohre und Heizregister.
Frischwasserstationen übernehmen die Warmwasserbereitung. Dafür nutzen sie hochtemperierte Heizenergie aus einem separaten Pufferspeicher in der Druckluftzentrale. Außerdem erwärmt die Abwärme der Drucklufterzeugung diesen Speicher über Wärmerückgewinnung. So nutzt der Standort vorhandene Energie zusätzlich.

Betriebssicherheit mitgedacht
Für den Fall eines Anlagenausfalls verfügt der Standort über eine Noteinspeisung für Wärme und Kälte. Dadurch lassen sich kurzfristig mobile Zentralen einbinden. Das ist besonders relevant für einen Produktionsstandort, denn Versorgungssicherheit spielt hier eine wichtige Rolle.
Das Projekt entstand 2020, während die Wärmepumpen bereits 2019 eingebaut wurden. Die Alois Müller GmbH führte die Installation aus. Die Duschl Ingenieure GmbH & Co. KG übernahm die Planung.
Ressourcenschonende Versorgung am Standort
Das System spart jährlich rund 30.000 Euro Energiekosten und etwa 160 Tonnen CO₂ ein. Diese Größenordnung ergibt sich auch aus einer überschlägigen Vergleichsrechnung gegenüber einem Erdgas-Kessel, die auf rund 163 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr kommt.
Das Beispiel aus Erolzheim zeigt, wie Grundwasserwärmepumpen in der Produktion und Gebäudeklimatisierung effizient zusammenspielen können.
Hier geht es zu unserem Referenzobjekt:
https://www.waermepumpe.de/presse/referenzobjekte/bwp-datenbank/grundwasserwaermepumpen-fuer-verpackungsproduktion-in-erolzheim/

