Referenzobjekt der Woche
Wo Server rechnen, heizen Wärmepumpen.
In Hattersheim am Main versorgt die Abwärme eines Rechenzentrums ein ganzes Wohnquartier. Mainova erweiterte dafür ein bestehendes Nahwärmenetz und verband es mit einem Neubauquartier. Das Netz liefert Wärme an 86 Einfamilienhäuser und 340 Wohnungen. Seit 2025 ergänzen die Wärmepumpen die Wärmeversorgung.

Zwei Großwärmepumpen nutzen die Serverabwärme
Am Standort des Rechenzentrums entstand eine neue Heizzentrale mit zwei Wasser/Wasser-Großwärmepumpen. Beide Anlagen nutzen die Abwärme der Server als Wärmequelle und stellen gemeinsam 1.200 kW thermische Leistung bereit. Zum Einsatz kommen Wärmepumpen des Typs Johnson Controls HeatPAC HPX.
Das Nahwärmenetz verteilt die erzeugte Wärme über ein Zweileitersystem mit Kunststoffmantelrohren.

Pufferspeicher und Photovoltaik ergänzen das System
Ein Pufferspeicher mit 12.000 Litern Volumen unterstützt den Betrieb der Wärmepumpen und gleicht Lastspitzen im Netz aus. Eine Photovoltaikanlage mit rund 100 kWp liefert einen Teil des benötigten Stroms.
Das bestehende Heizwerk bleibt in das Versorgungskonzept eingebunden. Die beiden Gaskessel verfügen zusammen über 1.150 kW Leistung. Sie decken Spitzenlasten ab und stehen als Redundanz für die Wärmeversorgung bereit.

570 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr
Gegenüber einer Versorgung mit Blockheizkraftwerk und Gaskesseln spart die neue Wärmeversorgung jährlich rund 570 Tonnen CO₂ ein.
Mainova realisierte das Projekt gemeinsam mit NTT Global Data Centers, Kleespies und Saentis Family Office.
Quelle: Klimafreundliche Abwärme aus Rechenzentrum he… | Mainova
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