Referenzobjekt der Woche
Was die Server beim Rechnen an Wärme abgeben, landet in Norderstedt im Fernwärmenetz.

Zwei Hochtemperatur-Wasser/Wasser-Großwärmepumpen der Stadtwerke Norderstedt machen seit 2024 Abwärme aus dem Rechenzentrum für die kommunale Fernwärmeversorgung nutzbar. Die gewonnene Wärme ergänzt die Erzeugung für das Fernwärmenetz und kommt den angeschlossenen Wärmekunden zugute.
Kühlung liefert Wärme für das Fernwärmenetz
Die Wärmepumpen erzeugen die für den Rechenzentrumsbetrieb erforderliche Kälte. Gleichzeitig nehmen sie die dabei anfallende Abwärme auf und heben deren Temperaturniveau auf bis zu 81 °C an. Anschließend speisen die Anlagen die Wärme direkt in das Fernwärmenetz ein.

Bis zu 1.800 kW Heizleistung
Im regulären Betrieb stellen die Anlagen 1.100 kW Heizleistung und 700 kW Kälteleistung bereit. Bei voller Auslastung der Server können sie bis zu 1.800 kW Wärme und rund 1.200 kW Kälte erzeugen.
Zum Einsatz kommen zwei Wärmepumpen des Typs Carrier AquaForce 61XWH-ZE10. Die Jahresarbeitszahl liegt bei 2,6.

2.900 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr
Die Einbindung der Serverabwärme reduziert den Einsatz fossiler Energieträger in der Fernwärmeerzeugung. Dadurch sinken die CO₂-Emissionen um rund 2.900 Tonnen pro Jahr. Die jährlichen Energiekosten betragen 630.000 Euro. Dem steht eine Kosteneinsparung von rund 600.000 Euro pro Jahr gegenüber.
Carrier Klimatechnik stellte die Wärmepumpen her. Kraftanlagen Energies & Services übernahm die Installation, FC-Planung verantwortete die Planung.
Quelle: Stadtwerke Norderstedt nutzen Rechenzentrum für Wärmewende | BDEW
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