Großwärmepumpen versorgen Heidelbergs Fernwärmenetz

Referenzobjekt der Woche

Drei Anlagen, vier Megawatt Heizleistung, eine Wärmequelle: die Umgebungsluft.

Im ENERGIEpark Pfaffengrund ergänzen drei Großwärmepumpen eine iKWK-Anlage für das Heidelberger Fernwärmenetz. Die 2023 eingebauten Anlagen stellen gemeinsam 4.050 kW Heizleistung bereit. Ihre jährliche Wärmeerzeugung beträgt rund 7.800 MWh.

Bildrechte: #für Stadtwerke Heidelberg# (c) Tobias Dittmer-Fotografie

Wärme aus der Außenluft

Ventilatoren saugen Umgebungsluft an und leiten sie in das Wärmequellensystem ein, wo sie über einen Sole- und Kältemittelkreislauf auf die für die Fernwärmeversorgung erforderliche Temperatur erwärmt wird. Dies funktioniert sogar bei niedrigen Außentemperaturen, da der Luft dennoch problemlos nutzbare Wärme entzogen werden kann.

Die drei zweistufigen Groß-Luft-Wasser-Wärmepumpen erwärmen das Fernwärmewasser von etwa 65 °C auf bis zu 85 °C. Diese Wärme wird anschließend in das Fernwärmenetz von Heidelberg eingespeist. Als natürliches Kältemittel verwenden die Wärmepumpen R717.

Bildrechte: #für Stadtwerke Heidelberg# (c) Christian Buck

Teil eines flexiblen iKWK-Systems

Die Wärmepumpen werden als Teil des iKWK-Systems zusammen mit KWK-Anlagen und Power-to-Heat-Systemen betrieben. Diese Integration ermöglicht eine flexible Wärmeerzeugung zur Unterstützung der Stromversorgung und erleichtert die Einbindung erneuerbarer Energien in die Wärmeversorgung.

Mit einer angegebenen jährlichen Leistungszahl von 2,4 spielen diese drei Wärmepumpenanlagen gemeinsam eine Schlüsselrolle bei der Fernwärmeerzeugung im ENERGIEpark Pfaffengrund.

Bildrechte: #für Stadtwerke Heidelberg# (c) Christian Buck

Projektumsetzung

Hersteller der Wärmepumpen ist Johnson Controls Denmark ApS. Die Installation übernahm ENGIE Deutschland GmbH. An der Planung waren die EEB ENERKO Energiewirtschaftliche Beratung GmbH und die Dipl.-Ing. Hans Simon Ingenieurgesellschaft mbH beteiligt.

Die Verbindung aus Umgebungsluft, einem Temperaturniveau von bis zu 85 °C und der Einbindung in das iKWK-System ermöglicht die direkte Nutzung der gewonnenen Wärme im Heidelberger Fernwärmenetz.


Hier geht es zu unserem Referenzobjekt: 4 MW Großwärmepumpen für das Heidelberger Fernwärmenetz | BWP | waermepumpe.de

Quelle: https://www.swhd.de/iKWK?ConsentReferrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F