Referenzobjekt der Woche
Von Koks über Öl und Gas bis zur Wärmepumpe.
Das 1936 errichtete Einfamilienhaus in Berlin-Wannsee verfügt über 160 m² beheizte Fläche und hat im Laufe seiner Geschichte bereits mehrere Heizsysteme erlebt. Seit Januar 2023 übernimmt eine Luft/Wasser-Wärmepumpe die Raumheizung, während eine separate Wärmepumpe das Warmwasser bereitet.

Luft/Wasser-Wärmepumpe übernimmt die Raumheizung
Zum Einsatz kommt eine Weishaupt Biblock WWP LB 20, die Außenluft als Wärmequelle nutzt und das zentrale Heizsystem des Hauses versorgt. Die maximale Heizleistung beträgt 13,9 kW am Betriebspunkt A−7/W35.
Für die Heizungswärmepumpe werden eine Jahresarbeitszahl von 4,0 und ein Stromverbrauch von rund 5.500 kWh pro Jahr angegeben. Damit liegen auch konkrete Betriebswerte für die seit 2023 eingesetzte Anlage vor.

Gemischte Wärmeverteilung ohne Pufferspeicher
Die Wärme gelangt über Plattenheizkörper sowie Fußbodenheizungen in Flur, Küche und Esszimmer in die Räume. Trotz der unterschiedlichen Übergabesysteme arbeitet die Anlage ohne Pufferspeicher und ohne hydraulische Weiche.
Die Luft/Wasser-Wärmepumpe ist damit unmittelbar in die wassergeführte Zentralheizung eingebunden. Heizkörper und Flächenheizung werden innerhalb desselben Systems mit Wärme versorgt.

Separate Warmwasserbereitung und vorhandene Solartechnik
Eine zweite Wärmepumpe übernimmt die Warmwasserbereitung und ist mit einem 200-Liter-Speicher verbunden. Ihre kalte Abluft wird zugleich genutzt, um den Vorratskeller zu kühlen.
Eine bereits vorhandene Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher ergänzt die Haustechnik. Hersteller der Heizungswärmepumpe ist Weishaupt, die Installation übernahm Riemer und Schultz; für die Planung werden der Bauherr und Herr Hoffmann genannt.
Quelle: Bi-Block Wärmepumpe und separate Brauchwasserwärmepumpe im Altbau von 1936 | Umweltbundesamt
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