Die EHPA benennt fünf zentrale Maßnahmen, mit denen sich der Wärmepumpenhochlauf in Europa beschleunigen lässt. Das ist besonders wichtig, weil die derzeitige Krise im Nahen Osten die Preise für Gas und Öl in die Höhe schnellen lässt. Bereits jetzt kommt es laut EHPA zu einer steigenden Nachfrage nach Wärmepumpen. Der Wärmepumpensektor kann weiter wachsen, sofern durch strukturelle und langfristige Maßnahmen ein stabiles Wachstum gewährleistet wird.
Die EHPA macht deutlich, woran es beim Wärmepumpenhochlauf in Europa derzeit nicht fehlt: weder an Produktionskapazitäten noch grundsätzlich an Fachkräften. Der Engpass liegt vor allem bei den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hersteller, Handwerk und Verbraucher brauchen jetzt laut EHPA Verlässlichkeit.
Stromkosten runter
Die EHPA fordert, Stromkosten gezielt zu senken, damit Wärmepumpen im Betrieb wettbewerbsfähig werden. Hohe Strompreise, Netzentgelte sowie staatliche Abgaben bremsen die Elektrifizierung des Wärmesektors. Der BWP setzt sich deshalb für eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtliche Minimum, für eine Entlastung bei den Netzentgelten und für eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Wärmepumpenstrom.
Förderprogramme einfach, verlässlich und langfristig gestalten
Auch bei der Förderung gibt es eine klare Überschneidung. Die EHPA fordert einfache, gut finanzierte und langfristig planbare Förderprogramme. Der BWP argumentiert seit langem ähnlich. Der Wärmepumpenmarkt braucht verlässliche Förderung statt kurzfristiger Wechsel und politischer Unsicherheit.
Bürokratische Hürden abbauen
Die EHPA fordert, Wärmepumpenförderung nicht unnötig an zusätzliche Auflagen, Sonderbedingungen oder komplizierte Verfahren zu knüpfen. Komplizierte Vorgaben verzögern den Umstieg und schwächen den Markt.
Fossile Heizungen schneller auslaufen lassen
Die EHPA plädiert dafür, den Ausstieg aus fossilen Heizsystemen zu beschleunigen und klare Wärmepumpenziele zu setzen. Investitionen in Wärmepumpen brauchen langfristige Orientierung. Wer heute in eine Zukunftstechnologie investiert, darf nicht dauerhaft schlechter gestellt werden als diejenigen, die bei Öl- und Gasheizungen bleiben.
Ein weiterer EHPA-Vorschlag ist die Möglichkeit eines Nullsteuersatzes bei der Mehrwertsteuer auf Wärmepumpen. Die aktuellen fünf EHPA-Punkte zeigen, dass der Wärmepumpenhochlauf in Europa keine Frage fehlender Kapazitäten ist, sondern eine Frage der politischen Prioritäten.
Der vorgeschlagene Weg bedeutet konkret also: Strom günstiger machen, Förderung verlässlich halten, Bürokratie abbauen und klare Signale gegen fossile Heizungen setzen. So entsteht ein europäischer und deutscher Markt, der dauerhaft wachsen kann.

