Berliner Schwimmhalle setzt seit 2012 auf Abwasserwärme

Referenzobjekt der Woche

Die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm in Berlin-Schöneberg nutzt seit 2012 Wärme aus dem Abwasserkanal. So gewinnt sie einen Teil der Wärme zurück, die im Schwimmbadbetrieb über Dusch-, Bade- und Spülwasser anfällt.

Im Mischwasserkanal vor der Schwimmhalle erschließt ein rund 60 Meter langer Wärmetauscher diese Wärmequelle. Er entzieht dem durchschnittlich etwa 15 Grad Celsius warmen Abwasser ein bis zwei Grad Wärme.

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Wärmepumpen für die Beckenwassererwärmung

Vier Gas-Absorptionswärmepumpen des Typs Oertli GAWP 40 WW heben die gewonnene Wärme auf ein nutzbares Temperaturniveau. Die Anlage erreicht eine Heizleistung von rund 168 kW und erzeugt eine Nutztemperatur von etwa 50 °C.

Die Wärme dient vor allem der Beckenwassererwärmung der Schwimmhalle. Die Jahresarbeitszahl liegt bei 1,6, die CO2-Einsparung bei rund 90.000 Kilogramm pro Jahr.

Projektumsetzung

Die Projektpartner setzten die Anlage als wissenschaftlich begleitetes Pilotvorhaben um. Beteiligt waren die Berliner Wasserbetriebe, Oertli/Robur als Hersteller, Delta Therm Berlin und ST Gebäudetechnik für die Installation sowie IB Lang für die Planung.

Der Kanalwärmetauscher und die vier Gas-Absorptionswärmepumpen machen am Sachsendamm eine lokale Wärmequelle für den Betrieb der Schwimmhalle nutzbar.


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Quelle: Projekt | Berlin spart Energie