Referenzobjekt der Woche
In der Münchner Blumenauer Straße haben sich 15 Eigentümer einer Reihenhaussiedlung für ein gemeinsames Heizsystem entschieden. Ein privates kaltes Nahwärmenetz ersetzt die alten Gasheizungen und versorgt die Gebäude mit Grundwasserwärme.
Die Wärmebereitung bleibt dezentral organisiert: Jede Wohneinheit nutzt eine eigene Sole-Wasser-Wärmepumpe und bleibt damit in Betrieb und Abrechnung unabhängig.

Grundwasser als gemeinsame Wärmequelle
Drei Förder- und zwei Schluckbrunnen erschließen das ganzjährig etwa 10 bis 12 Grad Celsius warme Grundwasser. Einzelne Brunnen für jedes Haus wären wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen, deshalb teilen sich die 15 Reihenhäuser ein gemeinsames Quellnetz.
Die Wärmepumpen erreichen jeweils 9 kW Heizleistung und 7,8 kW Kühlleistung. Die Jahresarbeitszahl liegt bei 6. Das kalte Nahwärmenetz versorgt die Anlagen auf der Quellseite und kommt dank intelligenter Hydraulik ohne separaten Sole-Pufferspeicher aus.

Wärmeversorgung und passive Kühlung
Die Wärmeverteilung erfolgt über Fußbodenheizungen. Zusätzlich ermöglicht das System passive Kühlung im Sommer.
Insgesamt versorgen die Wärmepumpen 2.025 Quadratmeter beheizte Fläche in der Reihenhaussiedlung.

Projektumsetzung
Die Wärmepumpentechnik stammt von ait-deutschland GmbH, die Planung von Andreas Wimmer, ebenfalls von ait-deutschland. Die Installation übernahm harthauß.primavera GmbH & Co. KG aus München. Die Brunnenbohrungen führte die Firma Hydrodrill Bohrtechnik aus Offingen aus.
Das gemeinsame Quellnetz macht Grundwasserwärme für die einzelnen Wärmepumpen wirtschaftlich nutzbar und verbindet gemeinschaftliche Infrastruktur mit eigenständiger Wärmeversorgung in jedem Haus.
Hier geht es zu unserem Referenzobjekt: Privates kaltes Nahwärmenetz für 15 Reihenhäuser in München | BWP | waermepumpe.de

