Heat Pump Watch positioniert sich als neue, verlässliche Informationsquelle rund um Wärmepumpen. Es handelt sich dabei um eine Ausgründung der Frauenhofer ISE. Die Mission der Ausgründung ist klar auf der Website definiert: „Durch fundiertes Wissen sollen Einstellungen und Sichtweisen nachhaltig verändert und alle Zielgruppen kompetent, unabhängig und faktenbasiert informiert werden.“
Unter der Rubrik „Wissen“ hat Marek Miara Ende letzten Jahres eine neue Blog-Serie gestartet, in der er zentrale Fragen rund um die Wärmepumpe wissenschaftlich fundiert beantwortet. Mittlerweile sind 11 Folgen der 18-teiligen Reihe „Wärmepumpen: Deine brennenden Fragen jetzt beantwortet“ erschienen.
Das Format selbst ist ein faktenbasierter Check mit Analyse und Fazit, der gängige Argumente aus der öffentlichen Debatte sachlich einordnet. Die Inhalte stützen sich auf über 20 Jahre praktische Wärmepumpenforschung von Miara. Damit möchten er und Heat Pump Watch klar und deutlich Spekulationen durch belastbare Fakten ersetzen.
Themengebiete reichen von der Frage nach der Eignung im Altbau bis hin zur Integration von KI. So entsteht laut Heat Pump Watch eine stabile Grundlage, die Orientierung bietet, Entscheidungssicherheit schafft und die Wärmewende aktiv voranbringt.

Ein Blick in die Serie lohnt sich:
WP Fragen, jetzt beantwortet – HEAT PUMPS WATCH
Folgenzusammenfassungen 1 – 6 gibt es in unserem Blog-Beitrag: Heat Pump Watch startet neue 18-teilige Wissensserie – BWP-Blog
Folgenzusammenfassungen 7 -11 gibt es in unserem letzten Blog-Beitrag: Heat Pump Watch Blog Serie: Jetzt neue Folgen lesen – BWP-Blog
Folge 12: Heiztechnologien im Vergleich
In diesem Blog-Beitrag zeigt Marek Miara, dass die Entscheidung für ein neues Heizsystem heute klarer ist als je zuvor: Wer pragmatisch, wirtschaftlich und klimafreundlich handeln will, fährt laut Miara’s Analyse, in den meisten Fällen mit einer Wärmepumpe am besten. Anhand einer Bewertungsmatrix mit acht Kriterien, von Effizienz und Investitionskosten über Betriebskosten und Klimawirkung bis hin zu Zukunftssicherheit und Systemverträglichkeit, werden verschiedene Heiztechnologien systematisch verglichen. Das Ergebnis ist klar! Wärmepumpen und, wo verfügbar, dekarbonisierte Fernwärme schneiden in der Gesamtbetrachtung am besten ab, während Gas- und Ölheizungen vor allem bei Klimawirkung, regulatorischer Zukunft und langfristigen Kosten deutlich verlieren. Auch Wasserstoff im Gebäudebereich und direktelektrische Heizungen erweisen sich als keine tragfähigen Hauptlösungen. Der Beitrag macht deutlich, dass die vernünftigste Wahl für Haushalte heute meist zugleich die beste für Klima, Versorgungssicherheit und das Energiesystem der Zukunft ist.
Folge 13: Wärmepumpen-Installationskosten im europäischen Vergleich
In diesem Blog erklärt Miara, warum Wärmepumpen in Deutschland im europäischen Vergleich deutlich teurer sind als in vielen Nachbarländern. Anhand von Marktdaten aus sechs Ländern, konkreten Kostenvergleichen und einer Fallstudie der RWTH Aachen wird gezeigt, dass sich der Preisunterschied von 10.000 bis über 25.000 Euro vor allem durch mehrere Faktoren zusammensetzt. Hierbei geht es um höhere Gerätepreise, aufwendigere Fundamente und Elektroanschlüsse, längere Installationszeiten, höhere Lohnkosten sowie die Mehrwertsteuer. Hinzu kommen schwerer quantifizierbare Einflüsse wie die deutsche Förderstruktur, Kapazitätsengpässe im Markt, ein komplexerer Gebäudebestand und der frühe Umstieg auf das Kältemittel R290. Der Beitrag macht deutlich, dass die hohen Preise nicht auf eine einzelne Ursache zurückgehen, sondern auf das Zusammenspiel von Regulierung, Marktstruktur und technischen Standards. Zudem bleiben trotz Förderung für viele Haushalte in Deutschland weiterhin deutlich höhere Eigenkosten als in anderen Ländern.
Folge 14: Heim-Energiemanagement Systeme (HEMS)
In Folge 14 wird erläutert, warum Heim-Energiemanagementsysteme (HEMS) für Haushalte mit Wärmepumpe immer wichtiger werden. Der Beitrag zeigt, dass die fortschreitende Elektrifizierung des Energiesystems neue Möglichkeiten der Vernetzung schafft, zugleich aber auch mehr Koordination zwischen Wärmepumpe, Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallbox und Stromnetz erfordert. HEMS übernehmen genau diese Aufgabe: Sie erfassen Energieflüsse, steuern Verbraucher, optimieren den Betrieb anhand von Strompreisen, Wetterdaten oder Netzsignalen und machen so aus einzelnen Geräten ein abgestimmtes Gesamtsystem. Der Text beschreibt die Vielfalt der am Markt verfügbaren Systeme, ihre Unterschiede bei Architektur, Kompatibilität und Geschäftsmodell sowie die wachsende Bedeutung durch neue gesetzliche Anforderungen, dynamische Stromtarife, steigenden Eigenverbrauch und den Nutzen für das gesamte Stromnetz. Gleichzeitig macht Miara deutlich, dass fehlende Standards, der langsame Smart-Meter-Rollout und eine oft unübersichtliche Beratung die Verbreitung noch bremsen. Schlussendlich steht eins Fest: HEMS sind ein zentraler Baustein für die intelligente Nutzung von Wärmepumpen im Energiesystem der Zukunft und werden für viele Haushalte zunehmend relevant.
Folge 15: Wärmepumpe als Energiesystem
In diesem Blog-Beitrag erklärt Marek Miara, wie sich die Wärmepumpe mit weiteren Energietechnologien zu einem wirtschaftlich und systemisch vorteilhaften Gesamtsystem verbinden lässt. Der Text erläutert, dass Photovoltaik, Batteriespeicher, Elektroauto, thermische Speicher und in bestimmten Fällen auch Solarthermie den Nutzen der Wärmepumpe jeweils eigenständig erhöhen, ihr volles Potenzial aber vor allem im Zusammenspiel entfalten. Besonders relevant sind dabei intelligente Steuerung, dynamische Stromtarife und Heim-Energiemanagementsysteme, die Erzeugung, Verbrauch und Speicherung zeitlich aufeinander abstimmen. So kann mehr eigener Solarstrom genutzt, der Strombezug optimiert und zusätzliche Flexibilität für das Stromnetz geschaffen werden. Im Blog wird zugleich deutlich gemacht, dass die Wärmepumpe auch für sich genommen bereits eine starke Lösung ist, durch passende Ergänzungen jedoch noch wirtschaftlicher, netzdienlicher und zukunftsfähiger wird.
Folge 16: Kältemittel
In diesem Blog-Beitrag wird erklärt, warum das Kältemittel eine zentrale, aber oft unterschätzte Komponente jeder Wärmepumpe ist. Miara zeigt, wie sich Kältemittel historisch von ozonschädlichen FCKW über klimaschädliche synthetische Stoffe bis hin zu natürlichen Alternativen wie Propan entwickelt haben und welche regulatorischen Konsequenzen daraus folgen. Im Mittelpunkt steht dabei Propan (R290), das wegen seiner sehr geringen Klimawirkung, seiner guten thermodynamischen Eigenschaften und seiner Zukunftssicherheit als besonders geeignete Lösung dargestellt wird. Der Beitrag erläutert zugleich die sicherheitstechnischen Anforderungen, die sich aus der Brennbarkeit von Propan ergeben, macht aber deutlich, dass diese bei modernen, fachgerecht installierten Anlagen konstruktiv beherrschbar sind. Insgesamt wird gezeigt, dass die Wahl des Kältemittels für Effizienz, Klimabilanz und Zukunftssicherheit relevant ist, Wärmepumpen jedoch unabhängig davon in ihrer Gesamtbilanz fossilen Heizsystemen klar überlegen bleiben.
Folge 17: Wie ökologisch ist die Wärmepumpe
In diesem Blog-Beitrag wird die ökologische Bilanz von Wärmepumpen erneut mit aktuellen Zahlen überprüft vor dem Hintergrund der derzeitigen politischen Debatte um das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und die geplante Beimischung von „grünen Gasen“ in neuen Gas- und Ölheizungen. Der Beitrag zeigt anhand vergleichbarer Emissionsfaktoren, Feldmessungen und verschiedener Bilanzierungsmethoden, dass Wärmepumpen fossilen Heizsystemen ökologisch weiterhin klar überlegen sind. Schon heute verursachen Luft/Wasser-Wärmepumpen rund 60 Prozent, Erdreich-Wärmepumpen rund 70 Prozent weniger CO₂-Emissionen als moderne Gasheizungen, während eine Beimischung von 10 Prozent Biomethan den Emissionsausstoß von Gasheizungen nur um etwa 8 Prozent senkt. Auch verfeinerte Methoden wie dynamische Bilanzierung und TEWI-Betrachtung ändern nichts am grundsätzlichen Ergebnis. Der Beitrag macht zudem deutlich, dass sich Wärmepumpen mit jedem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien automatisch verbessern, während Gasheizungen an ihre fossile Grundlage gebunden bleiben. Damit zeigt die Analyse klar: Wer heute auf Wärmepumpen setzt, trifft nicht nur ökologisch, sondern auch mit Blick auf die Klimaziele im Gebäudesektor die deutlich wirksamere Entscheidung.
Folge 18: Sind die ambitionierten Wärmepumpenziele erreichbar?
Im letzten Blog der Serie wird die zentrale Abschlussfrage beantwortet: Ist die Wärmewende mit Wärmepumpen in der nötigen Größenordnung überhaupt erreichbar? Der Beitrag kommt zu einem klaren Ergebnis: Ja, aber nur mit den richtigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auf Basis aktueller Marktdaten, wissenschaftlicher Studien und internationaler Vergleiche wird gezeigt, dass Wärmepumpen technisch ausgereift, ökonomisch zunehmend wettbewerbsfähig, ökologisch klar überlegen und für ein elektrifiziertes Energiesystem besonders wertvoll sind. Zugleich macht der Text deutlich, dass Alternativen wie Wasserstoff, Biomethan oder Biomasse die notwendige Rolle im Gebäudesektor nicht übernehmen können. Die eigentlichen Hürden liegen daher nicht mehr in der Technologie selbst, sondern in verlässlicher Politik, einem besseren Strom-Gas-Preisverhältnis, niedrigeren Installationskosten und mehr Standardisierung, vor allem im Mehrfamilienhaus.
*Disclaimer: Zusammenfassungen der einzelnen Folgen wurde mit Unterstützung von ChatGPT geschrieben.
Alle bisherigen Folgen gibt es hier:
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